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Verlegetechnik

Kautschuk verlegen: Untergrund, Stöße und Randfuge

Ob als Trittschalldämmung, Trenntlage unter Estrich oder Dämmbahn im Flachdach – beim Verlegen entscheidet der Untergrund über das Ergebnis, nicht die Bahn. Wer Untergrundfeuchte und Randfuge ignoriert, produziert Fehler, die zwei Jahre später sichtbar werden.

Der Untergrund

KriteriumAnforderungWarum
FeuchteZementestrich ohne Heizung ca. 2,0 CM-%, mit Fußbodenheizung ca. 1,8 CM-%eingeschlossene Feuchte kann nicht entweichen und schädigt den Oberbau
Ebenheittypisch ≤ 3 mm auf 2 mUnebenheiten zeichnen sich im Belag ab und erzeugen Hohlräume
Sauberkeitfrei von Öl, Gips, Mörtelresten, SandSand wirkt wie eine Reling unter der Bahn und verschleißt sie
TemperaturBauteil temperiert, nicht unter ca. 15 °Ckalte Ware ist steif und legt sich nicht an

Klimatisieren

Kautschuk- und EPDM-Bahnen aufgerollt mindestens 24 Stunden im Raum lagern, bevor sie verlegt werden, damit sie Raumtemperatur annehmen. Kalte, sich aufrollende Ware lässt sich nur unter Zug einbauen – und Zugspannung führt später zu Fugenöffnungen.

Drei Verlegearten – drei unterschiedliche Regeln

1. Lose verlegt (Trenntage / Trittschall unter Estrich)

Bahnen stumpf, ohne Überlappung, dicht stoßend auslegen. Breite Stöße mit Klebeband sichern, damit beim Einbringen des Estrichs keine Fugen aufklaffen. Randstreifen mit derselben Bahn als Randdämmstreifen hochziehen – die Randfuge ist hier doppelt wichtig, weil der Estrich arbeiten muss.

2. Verklebt auf dem Untergrund

Kontakt- oder Dispersionskleber nach Herstellerfreigabe, vollflächig aufgetragen – nicht nur punktuell. Punktklebung erzeugt Schallbrücken und Beulen. Nach dem Einlegen anrollen.

3. Unter Estrich als Dämm- und Trittschalllage

Nur geschlossenzellige EPDM-Qualitäten einsetzen. Offenzelliger Schaum saugt Wasser aus dem Estrich auf und fällt in der Dämmleistung zusammen. Die Dämmdicke bestimmt sich aus der geforderten Trittschallminderung und der Aufbauhöhe.

Stöße und Randfuge

Wärmedämmung oder Trittschall – Anforderungen unterscheiden sich

Für Trittschall ist eine nachgiebige, komprimierbare Lage richtig – sie entkoppelt die Masse des Estrichs vom Rohbau. Für Wärmedämmung braucht es dagegen möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit bei definierter Druckfestigkeit, sonst sinkt die Aufbauhöhe ein. Ein und dieselbe Bahn erfüllt selten beides optimal; die Kombination zweier Lagen ist häufig die ehrlichere Lösung.

Für Projektanfragen senden wir Bahnbreite, Dichte, Dicke und Verlegeempfehlung als Datenblatt mit – auf Wunsch auch als Zuschnitt auf Ihr Rastermaß, damit auf der Baustelle weniger geschnitten wird.

Muster, Datenblätter und Angebot — direkt bei uns anfragen:

E-Mail: [email protected] — Antwort garantiert in 12 Stunden.

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